Die Atmosphäre




Ein Geist wandelt durch die Stadt, über das Land und weit in die Welt hinaus... der Geist einer lebendig gewordenen Idee.

»Nackter Tango« ist ein Fest bei dem unverhüllt das dem Tango Argentino zugrundeliegende 'Hure-Freier-Spiel' auf einzigartige Art und Weise zelebriert wird.

»Nackter Tango« ist purer Tango Argentino, den Bogen schlagend zu gelebter Sinnlichkeit, offen ausgelebter Erotik, Schamlosigkeit, ja, bis hin zum Sex im hier und jetzt - in Spannung mit dem Tango Argentino.

»Nackter Tango« ist die erotisch-intime Milonga. Für jene Tangueras und Tangueros welche nicht nur von so etwas träumen sondern endlich erleben und vor allem auch aktiv mitleben wollen.




Zur Historie der Idee:

In den Bordellen Buenos Aires' und Montevideos' am Ende des 19. Jahrhunderts, der Geburtsstunde des Argentinischen Tangos, gab es sogenannte Kontakt-Salons, große recht elegant eingerichtete Entreés, in denen die Freier mit den Huren ins Gespräch kamen, um wenn es passte irgendwann zusammen 'nach oben' zu verschwinden.

Nun war es damals nicht so wie heute, dass man einfach über Geld und Dienstleistung verhandelte. Das tat man mit der 'Dame du Maison' und keineswegs mit der Hure, welche jedoch erst einwilligen musste. Die Huren konnten das damals durchaus, denn sie wussten um ihren raren Wert. Sondern man pflegte zuerst gesellschaftlichen Umgang miteinander, übte Konversation und tanzte auch sehr viel - Tango. Das diente durchaus auch der 'Anbahnung'.

Jedoch war der Überschuss der frisch eingewanderten Männer gegenüber Frauen und erst recht Huren immens, die Nachfrage war viel höher als das Angebot.

So kam es, dass die Tangueros in ihrer Sonntagskleidung miteinander in Konkurrenz gingen, was die nur spärlich bekleideten oder gar halbnackten Huren anging. Zum einen tanzten dann Männer mit Männern, einerseits mangels Partnerinnen und andererseits um ihre Fertigkeiten weiter zu verfeinern. Und zum anderen versuchten sie beim begehrten Tanz mit der Hure ihre Nebenbuhler um eines der raren (damals ausgiebigeren, bisweilen die ganze Nacht währenden) Schäferstündchen tänzerisch auszustechen - indem sie in der Hure durch gewagten erotischen Tango Leidenschaft und persönliche Zuneigung für sich zu erwecken suchten.

Der beste sinnliche Tangotänzer war also im idealen Fall der glückliche, weniger jener welcher am meisten Geld bot oder am schnellsten interessiert war oder schlicht nur am besten aussah.

Bei »Nackter Tango« geht es um genau diese Salon-Atmosphäre.